Nov
29
2010

Der Freistellungsauftrag

Ein Freistellungsauftrag, den der Kunde an seine Bank erteilt, ist eine Anweisung, die die Bank dazu veranlässt, Zinseinnahmen von allen Konten vom Steuerabzug freizustellen. Erteilt man einen solchen Auftrag nicht, oder übersteigen die Erträge der Zinsen das Limit des Freibetrags, so zieht die Bank von den Zinsen immer regulär 30 % für die Einkommenssteuer für das Finanzamt ab. Man kann ein Konto grundsätzlich nicht von der Freistellung ausschließen.

Hat man sein Geld auf mehrere Banken verteilt, so sollte man dementsprechend auch mehrere Freistellungsaufträge erteilen. Jedoch gibt es ein Gesetz, das man beachten sollte, denn es legt die Höchstgrenzen dafür fest. Außerdem wird das Bundesamt für Finanzen eventuell nachprüfen, ob richtig kalkuliert wurde. Laut Gesetz sind die Banken allerdings dazu verpflichtet, die tatsächichen Beträge, die vom Kapital freigestellt werden, dem Bundeszentralamt für Steuern zu melden. So erhält die Finanzverwaltung die Informationen über die Höhe der durch den Freistellungsauftrag ausbezahlten Erträge des Kapitals. Desweiteren ist es möglich, einen Freistellungsauftrag entweder unbefristet oder auch für einen begrenzten, festgelegten Zeitraum zu erteilen. Ein Freistellungsauftrag, der bereits erteilt wurde, kann man nur noch durch die Erteilung von einem neuen Auftrag deaktivieren.

Schaut man sich Tagesgeldkonten im Vergleich an, so gibt es keine Unterschiede zwischen den Banken, da sich jede Bank an die Richtlinien von einem Freistellungsauftrag halten muss. Schließt man sein ganzes Tagesgeldkonto, so muss man in diesem Fall einen Extra Auftrag stellen, der die Löschung vom Freistellungsauftrag anweist. Bei Änderungen wie Trennung, Scheidung oder Heirat wird der bisher bestehende Freistellungsauftrag umgehend ungültig, selbst wenn das Konto auf nur einen Namen läuft. Auch hier muss man einen neuen Freistellungsauftrag einreichen. Alle Kontoinhaber erhalten im neuen Jahr von den jeweiligen Banken, Fondsgesellschaften und anderen Kreditinstuten die Abrechnungen der Fonds und eine Auskunft über die Zinsen- bzw. Fondsabrechnungen. Über eine Bank mit guten Konditionen informiert man sich am besten über das Thema Tagesgeldkonten im Vergleich.

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